Fukkk Offf tickets

„Es ist schon ein Ziel, die Geschichte des Techno in meiner Musik aufzugreifen und ins Jetzt zu holen. Ich höre diese Musik selber seit Anfang der 90er, mit 15 war ich auf meiner ersten Techno-Party und habe mit weißen Handschuhen zu Westbam getanzt. Peinlich, aus heutiger Sicht. Aber irgendwie muss man ja zu dieser Musik kommen. Inzwischen habe ich eben meine ganz eigene Version dieses Sounds gefunden, die in der Geschichte verankert ist, aber gleichzeitig ganz im Hier und Jetzt steht.“
Fukkk Offf im September 2013

Fukkk Offf. Das ist Ansage, Haltung, Bestimmung und Ziel. Scheiß auf Konventionen, mach das, was du willst und für großartig hältst. Setz dich durch mit deinem eigenen Sound, zeig Charakter, Stärke, Individualität, den Mut, gegen den Strom zu schwimmen. Doch vor allem: mach. Trau dich. Sag ‚Fukkk Offf’. Hau es raus, was in dir brodelt. Tanze es weg. Bring die eigenen Synapsen zum Kochen. Erlebe dich. Fukkk Offf ihr alle. Ich bin ich. All das verbirgt sich hinter diesem Künstlernamen eines Hamburger Techno-Produzenten, der die Geschicke des Genres in den kommenden Jahren noch stärker mitbestimmen dürfte, als er es gegenwärtig ohnehin schon tut.

Begonnen hat er – nach einer Jugend im HipHop – mit Minimal-Sound, hat mit einem Kumpel seine ersten Tracks auf dem Rechner zusammen gelötet. Es war anfangs ein Spaß, die pure Lust am Machen, es gab keinen Plan zu einer großen Produzenten-Karriere. Erst als seine ersten Tracks tatsächlich auf Vinyl erschienen, „fasste ich den Plan, das Ganze mal etwas engagierter anzugehen.“ Seither hat sich der Name Fukkk Offf international etabliert und steht für einen Sound, der brachial druckvoll ist, in Teilen böse und angriffslustig, dabei aber stets das Gespür für eine besondere Ästhetik offenbart. Releases auf dem New Yorker Label Coco Machete sowie bei den französischen Geschmacks-Garanten Citizen mehrten seinen Ruf. Und dann erschien 2008 die Über-Clubhymne „Rave Is King“, die bis auf die Spitzenposition der German Club Charts stieg und Fukkk Offf auf der globalen Landkarte des Techno endgültig verortete.

2009 folgte sein erstes, bei Coco Machete veröffentlichtes Album „Love Me Hate Me Kiss Me Kill Me“, darauf unter anderem „Rave Is King“ und der andere unverzichtbare Clubhit in den Plattenkoffern der wichtigsten DJs, „I’m a Freak“. Spätestens seitdem ist der gebürtige Hamburger Bastian Heerhorst aka Fukkk Offf endgültig verankert in der Szene als einer der aufregendsten Produzenten eines echten, geraden Technosounds ohne Weichspül-Versuchung. Es dürfte nicht allzu viele Clubgänger auf diesem Globus geben, die seither nicht zu den massiv druckvollen Tunes von Fukkk Offf die Nacht durchgetanzt haben.

Seine eigenen Veröffentlichungen wie auch seine Remixe für so gegensätzliche Künstler wie Zombie Nation, Rammstein, Acid Kids, Jan Delay oder Cyberpunkers und viele andere preschen mit schöner Regelmäßigkeit in die Download Charts. Tracks wie „More Than Friends“,„I Give You Bass” oder „Bloodfuck” haben sich in die Gehirnrinde der Club-Gemeinde gefräst. Seine internationalen Gigs in u.a. New York, Los Angeles, San Francisco, Glasgow, Zürich, Paris, Lyon, Turin, Warschau, im Berliner Maria am Ostbahnhof, auf dem Hamburger Dockville oder dem Open Field Festival in Belgien zählen regelmäßig zu den Höhepunkten für alle, denen eine echte Techno-Peitsche nur gerade recht kommt. Schon deshalb, weil er sich nicht als DJ, sondern als Live-Künstler versteht: „Ich kann sicher zwei Platten sauber ineinander mischen, aber das können andere besser. Ich kann halt meinen Kram gut präsentieren. Da ich fast alles in Ableton produziere, kann ich meine Tracks auch live zusammenbauen, und das ziehe ich eindeutig vor. Ich kann dann richtig Gas geben, was das energetische Publikum auch stets honoriert.“

Nun erscheint mit „Chickentown“ Fukkk Offfs erste EP bei dem hauseigenen Warner Music Dancelabel Bitclap! – als Vorbote auf sein zweites Album, das Anfang 2014 veröffentlicht wird. Fukkk Offf fühlt sich pudelwohl im neuen Umfeld: „Es ist großartig, wie man mir jegliche kreative Freiheit gelassen hat, meiner eigenen Vision zu folgen“, sagt er.

Jene lässt sich treffend als ‚Punkrock-Version des Techno der Neuzeit’ beschreiben: Seine Tunes schieben wie eine Motorik-getriebene Mensch-Maschine, leben von einer nuancierten Dynamik und aufregenden Dramaturgie – etwas, „in das ich viel Zeit investiere“, wie er sagt. „Ich höre ganz auf meinen Bauch und folge den Impulsen, die ich beim Produzieren verspüre. Ich achte dabei sehr genau darauf, meinen eigenen Sound zu entwickeln und bei aller Härte etwas zu erzeugen, das elegant und gut klingt. Das ist mein Stil: Hart und nach vorne, aber trotzdem ästhetisch und brillant im Klang.“ Seine langjährige Erfahrung als Producer kommt ihm hierbei zugute: Er weiß, wie man eine Crowd live rockt und gründlich verschickt, wie er ebenso in der Lage ist, Tracks zu produzieren, die auch im heimischen Wohnzimmer als Auftakt für eine unvergessliche Nacht funktionieren.

Angeführt von der Single „Chickentown“ bilden die vier neuen Tracks der EP „Chickentown“ den Ist-Zustand eines State-of-the-art-Techno ab, der sich der Historie dieses Genres bewusst ist und diese gleichzeitig in die Zukunft führt. Im Titeltrack gesellt sich zu knackigen Stomper-Beats und spooky Vocal-Samples eines der klassischsten Elemente des Techno: eine knurrige 303-Bassline, die an die besten Momente des Acid-Movements erinnert und durch cinematografische Space-Flächen kontrastiert wird. Überhaupt hat Fukkk Offf für die neuen Tracks tief in der Effektkiste des Techno gewühlt, revitalisiert klassische Ideen und erprobte Visionen und verleiht ihnen einen neuen Charakter. Siehe auch „Vanity“, eine massive Schubdüse mit kantiger Synthie-Melodie in aufgeräumter Produktion. Oder der arg böse, ebenfalls mit einer schabenden 303-Bassline versehene Sechs-Uhr-Morgens-Track „Suck This“, zu dem man problemlos zu einem Flug durch die Galaxie ansetzen kann.

Überhaupt: das Aufräumen und Weglassen ist bei aller drückenden Dringlichkeit seiner Tunes ein wichtiges Element. „Ich habe mir in den letzten Jahren einige Geräte zugelegt und bin etwas weggegangen von den unendlichen Möglichkeiten der Plug-Ins. Ich schränke mich damit vorsätzlich ein, was die Soundfindung anbetrifft, und finde das super so. Denn auf diese Weise findet man auch mal per Zufall einen neuen Sound, auf den man sonst nicht gekommen wäre. Eigentlich braucht man im Club doch nur einen guten Beat und eine Bassline, und einen Track mit diesen reduzierten Mitteln spannend zu gestalten, halte ich für die wahre Herausforderung und das spannende Rezept. Und: Es muss eben impulsiv aus dem Bauch kommen. Ein Track muss nach einem Tag, spätestens nach zwei stehen und funktionieren, sonst stimmt etwas nicht.“

Fukkk Offf gelingt damit das große Kunststück, tief in der Tradition des Techno verwurzelt zu sein, dem Genre mit einer punkrockigen Attitüde aber gleichzeitig frisches Leben einzuhauchen. Dies ist Musik für den Club – und darüber hinaus. Sie ist düster, mitreißend, in Momenten konfrontativ. Und gleichzeitig nimmt sie mit – an Sound-Orte, die man bisher noch nicht erkundet hat. Mit Veröffentlichung dieser EP wird wieder die ganze Welt zu seinen Tunes gezielt die Kontrolle verlieren.

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